Sommermomente: Unter leichten Laken schlafen, der Geruch von Sonnencreme auf der Haut, tropfende Melone zur Erfrischung, Sand zwischen den Zehen, das obligatorische Eis im Schwimmbad, Blumen pflücken und das Planschen im Pool. All das gehört zu den kleinen Momenten, die sich nach Sommer anfühlen und sich fest in unsere Kindheitserinnerungen verankert haben. Und nun, ja nun erleben wir mit unseren eigenen Kinder diese Sommermomente noch einmal - und wollen sie festhalten für die Ewigkeit - und für Omas Nachttisch.

Sommerzeit ist Fotozeit

Genau deshalb wird im Sommer so viel fotografiert, wie sonst zu keiner anderen Jahreszeit! Ich als Fotografin sage: Recht habt ihr! Denn wenn euer Nachwuchs diesen Sommer noch durch den Sand krabbelt, so wird er nächstes Jahr schon laufen. Es lohnt es sich die langen Sonnenstunden und die freie Zeit zu nutzen, um Meilensteine der lieben Kleinen festzuhalten. 

6 Tipps für das Fotografieren eurer Sommermomente

Um ganz ehrlich zu sein: Es gibt wirklich sehr gute Familienfotografen, die es schaffen eine Familie wie sie leibt und lebt fotografisch festzuhalten. Wenn es aber um eure Kinder geht seid ihr die Spezialisten, denn keiner kennt sie so gut wie ihr! Und wer ist da, wenn der Eiswagen auf dem Spielplatz dein Kind und seine Freunde so schön mit Vanille-Schnurrbärten versorgt hat? Ja, genau! Du!

"Die beste Kamera, ist die, die du dabei hast!" (schon wieder!)

Du - und im besten Fall deine Kamera! Ich kenne so viele traurige Geschichten von Besitzern schwerer und teurer Kameras, die diese nie benutzen. Weil sie schwer sind, weil sie im Automatikmodus einfach nicht viel bessere Bilder machen als jede Kompaktkamera oder das Smartphone. Ich selbst habe meine Kamera immer griffbereit und empfehle euch eine Platzierung irgendwo im Bereich Schlüsselbrett oder Windeltasche. (Apropops Windeltasche: Mein Lieblingsversteck für meine Kamera im Schwimmbad ist immer eine frische Windel. Schaut echt keiner nach, versprochen!)

Sommer-Foto-Tipp 1: Die goldene Stunde für magische Fotos nutzen

Ab und an dürfen die Kleinen im Sommer auch mal länger aufbleiben - um Fußball zu schauen oder der Hitze der Nacht zu entfliehen zum Beispiel! Dann lohnt es sich sie im Licht der letzten Abendsonne zu fotografieren, die sich in der sogenannten "Goldenen Stunde" über das Land legt. Wann diese beginnt kannst du hier erfahren.

Goldenes Licht in der goldenen Stunde (50mm, f/2,8, 1/80Sek. ISO 160)

Goldenes Licht in der goldenen Stunde (50mm, f/2,8, 1/80Sek. ISO 160)

Sommer-Foto-Tipp 2: Portrait-Fotos im Schatten, nicht in der Sonne!

Die Sonne scheint, jetzt kann ich endlich schöne Fotos machen: Das ist einer der hartnäckigsten Irrtümer die sich bisher gehalten haben. Zumindest dann, wenn du ein Portraitfoto vom Kind machen willst, in dem das Gesicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Was bekommst du, wenn dein Kind in der prallen Sonne sitzt? Schlagschatten und dunkle Augenränder! Ab mit den Kleinen in den Schatten, dort ist das Licht schön gleichmäßig und nicht so hart. Ebenso funktioniert bedeckter Himmel (ja, die bösen Wolken!) oder der Platz unter dem Sonnenschirm (hierbei auf die Farbe des Sonnenschirms achten! Ein lila Schirm wird lilafarbenes Licht reflektieren und einen unschönen Farbstich auf den Fotos geben. Ideal: Ein weißer Sonnenschirm!)

 

Sommer-Foto-Tipp 3: Detailaufnahmen (er)wecken Gefühle

Wenn du die kleinen Momentchen festhalten möchtest, lohnt es sich neben den Ganzkörperaufnahmen Details ins Blickfeld zu nehmen. Die kleinen versandeten Hände oder Füße, der Klecks Sonnencreme auf dem Näschen, der melonenverschmierte Mund - diese Bilder können viel stärker wirken, wenn du näher ran gehst.

Sommer-Foto-Tipp 4: Das schlafende Kind fotografieren

Ok, jetzt wird es komisch. Sommer ist der beste Zeitpunkt mein Kind im Schlaf zu fotografieren? Wenn dein Kind immer noch Mittagsschläfchen macht brauchst du den Sommer dazu sicherlich nicht, aber danach wird es schwer, wenn du kein Nachtsichtgerät besitzt (ok, ok, einige Kameras schaffen das auch). Und ganz ehrlich: Gibt es etwas Süßeres als ein schlafendes Kind? So mache ich das: Nach dem Einschlafen Rollos hoch, Fotos machen, Rollo runter.

 

Sommer-Foto-Tipp 5: Den Kindern freien Lauf lassen

Im Sommer - ganz besonders in den Sommerferien - darf die Zeit etwas langsamer laufen. Und dann wirst du sehen, werden auch die Fotos authentischer! Auch das "Fotolächeln" verschwindet, wenn die Kinder nicht posieren müssen, sondern im freien Spiel fotografiert werden. Dafür ist ist eins wichtig: Geduld! Und viele Fotos. Da sich sowohl die Aktion als auch Gesichtsausdrücke bei Kindern schnell ändern kann es sich lohnen die Serienbild-Funktion der Kamera ausfindig zu machen und zu nutzen!

Vertieft ins Bäumeritzen (35mm, f/2,5, 1/640Sek., ISO 160)

Vertieft ins Bäumeritzen (35mm, f/2,5, 1/640Sek., ISO 160)

Sommer-Foto-Tipp 6: Silhouetten am Meer einfangen

Für alle, die nicht manuell fotografieren wollen bietet der Strand mit dem glitzernden Meer immer eine gute Voraussetzung für Silhouetten-Fotos von den Kindern. Das bedeutet: Vom Kind wird nur noch der schwarze Umriss abgebildet, besonders schön im Profil anzusehen. Dazu muss das Kind vor dem Hintergrund des Sonnenstrahlen reflektierenden Meeres platziert sein.

 

Gleich mal ausprobieren? Gemeinsam macht das mehr Spaß! Noch mehr Tipps und Inspiration für euren Fotosommer gibt es während der Sommer-Momentchen Foto-Challenge!

Am 11.07. geht es los! Mehr Infos, gibt es hier

 

Follow me!

Comment